Strauss Levi

Adresse

Strauss Levi
Marktstraße 33
96155 Buttenheim
Levi-Strauss-Museum
Oberfranken, Deutschland

Standorte: Buttenheim
Anzahl der Mitarbeiter: Keine Angaben Mitarbeiter
Umsatzentwicklung: Keine Angaben
Branche: Keine Angaben

Schwerpunkte (Tätigkeit), Spezialitäten (Produktionsverfahren, besondere Stärken), Auszeichnungen, Ehrungen, Preise, etc.

Schwerpunkte:
Der Vater der Blue Jeans

Spezialitäten:
Schon lange bevor die Amerikaner das Wort "lean-production", also an der Nachfrage orientierte Produktion, entwickelten wurde es in Oberfranken bereits praktiziert.

Auszeichnungen:
Bei der Verleihung des European Museum of the Year Award 2002 erhielt das Levi Strauss Museum eine Special Commendation. Die Jury bezeichnete das Museum, das innerhalb kürzester Zeit eine internationale Bedeutung gewinnen konnte, als ein "Vorbild für das ideale Zusammenspiel zwischen ehrenamtlicher Tätigkeit, professionellem Sachverstand und zukunftsorientierter örtlicher Verwaltung".

Motto, künftige Vorhaben und Pläne

Motto:
Die meisten Lösungen sind einfach und pragmatisch.

Danke

Ein herzliches Dankeschön an Frau Wölfel von Oberfranken Offensiv für ihre Unterstützung, sowie die Genehmigung für Textauszüge aus dem Buch "Oberfranken prominent" durch die Firma xpo.visuelle kommunikation, Herrn Aust.
Die Idee für die Aufnahme von herausragenden Persönlichkeiten als "Vor-Macher" stammt von Herrn Christian Wedlich aus Bayreuth. Vielen Dank dafür.

Aktivitäten

Bezeichnung der Aktivität:
Innovationen aus Oberfranken - für Amerika und auch für den "Rest der Welt".

Beschreibung der Aktivität:
Levi Strauss - Ein Franke färbt die Welt blau

John Wayne hatte sie und James Dean machte sie zur Erscheinung. Überhaupt hat sie jeder und längst ist sie zum Begriff für zwanglose Eleganz geworden. Die Jeans. Das modischste Nebenprodukt der Welt. Von Zeit zu Zeit bieten sich einem ungeahnte Möglichkeiten. Manchmal tut das Leben so etwas. Und dann muss man hellwach sein und sie erkennen. Rückblende: 1847 segelt ein Schiff von der alten in die neue Welt. An Bord ein erst 18-jähriger Mann voller Träume, Hoffnungen, Befürchtungen. Er wird bei seinen Brüdern in New York landen. Er wird mit Textilien zu tun bekommen. Er wird die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen. Herr Strauss aus Buttenheim bei Bamberg wird sich nicht mehr Löb sondern Levi nennen. Und Augen und Ohren offen halten. Besonders die Ohren. 1853 dringt eine Nachricht in Windeseile von der Westküste an die Ostküste, verbreitet sich wie ein Lauffeuer über Höhen und Täler, findet seinen Weg über Flüsse und durch Häuserschluchten an Levi Strauss´ Ohr. Die Nachricht besteht im Wesentlichen nur aus drei Worten. Gold in Kalifornien! Levi Strauss will auch Gold. Wenn es nach ihm geht, auch gerne in Kalifornien. Dort arbeiten die Goldgräber. Was sie brauchen, ist eine Kleidung, die der Arbeit trotzt, dem Schweiß, dem Regen. Die Goldsucher warten auf so etwas. Levi Strauss hat das schnell erkannt und eine ungewöhnliche Methode ersonnen. Er lässt einen Schneider Zeltplanen zu Hosen verarbeiten. Einfach, aber gut. Die Nachfrage war geweckt. Wenig später wandte sich Strauss mit Denim einem robusten Gewebe zu, das er blau einfärben ließ. Noch sollte es eine Weile dauern, bis die Jeans ihr charakteristisches Erscheinungsbild erhielt. Im Jahre 1853 gründete der Mann aus Buttenheim eine Hosen produzierende Firma. Eine Firma, die Weltkonzern und Markenzeichen gleichermaßen werden sollte. 1872 bewies Levi Strauss erneut Weitsicht. Er unterstützte den Schneider Jacob Davis bei dessen Bestrebung, Hosen mit Nieten zu verstärken. Ein Jahr darauf teilte er sich mit Davis das Patent und die Hosen und Mäntel aus seinen Fabriken fanden gewaltigen Absatz. Zu seiner Zeit stand Strauss für reißfeste Qualität. Die Zeit sorgte für Ergänzung. Der ungezwungene Chic der Moderne kam hinzu. So gesehen, hat Amerika Buttenheim viel zu verdanken.

Text: Markus Häggberg, Redakteur

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