MAWA GmbH Kleiderbügel

Adresse

MAWA GmbH Kleiderbügel
Hohenwarter Str. 100
85276 Pfaffenhofen/Ilm
Neuer Link
Bayern, Deutschland

Anzahl der Mitarbeiter: bis 500 Mitarbeiter
Umsatzentwicklung: bis 10 Mio. Euro
Branche: Metallbearbeitung

Schwerpunkte (Tätigkeit), Spezialitäten (Produktionsverfahren, besondere Stärken), Auszeichnungen, Ehrungen, Preise, etc.

Schwerpunkte:
Entwicklung und Herstellung von Kleiderbügeln

Spezialitäten:
Der Aktivkohlefilter - er entfernt unerwünschte Gerüche von Kleidungsstücken

Der clevere Kleiderbügel schafft Ordnung und Platz im Kleiderschrank. Wie? Mehr unter www.mawa.de

Auszeichnungen:
MAWA No. 1 bricht alle Rekorde (01.11.2011)

Der Riesenbügel der Firma MAWA wird vom Guinnessbuch als Rekordhalter anerkannt.

Er ist 6,10 Meter lang, vier Meter hoch, rund 751 Kilogramm schwer und trägt nun einen gültigen Guinness-Weltrekord-Titel: Der größte hölzerne Kleiderbügel der Welt, hergestellt vom führenden deutschen Kleiderbügelhersteller MAWA, ist offiziell vom Guinnessbuch der Rekorde anerkannt worden.

Mehrfach nominiert für den Wettbewerb - Großer Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung

Motto, künftige Vorhaben und Pläne

Motto:
Kleiderbügel für clevere Leute.

Weitere Pläne:
Die Weltmarktführerschaft erhalten, festigen und ausbauen.

Aktivitäten

Kategorie der Aktivität:
Existenzgründung und Marktführerschaft

Bezeichnung der Aktivität:
Von der Führungskraft zur Unternehmerin.

Beschreibung der Aktivität:
Kauf eines Unternehmens aus der Insolvenz.

Anstoß oder Anregung für die Aktivität:
Der Reiz als Unternehmerin die eigenen Ideen verwirklichen zu können.

Erfolgserlebnisse und Ergebnis
PSfD MAWA Kleiderbügel de Luxe, made in Germany

Von ganz unten nach ganz oben binnen weniger Jahre. Das geht! Mit Energie und Klugheit schafft das auch ein Branchenfremdling. So wie Michaela Schenk.

Michaela Schenk wollte mal wieder selbständig sein. Mal wieder was bewegen, mal wieder etwas reißen. Wenige Jahre später ist ihr Unternehmen Weltmarktführer. Das liegt sehr an Michaela Schenk. Interessant dabei: sie kam als Branchenfremdling zu MAWA. MAWA, das sind die besten Kleiderbügel der Welt. Heute wieder, heute mehr denn je.

Mit Vertrauen in die Zukunft
Wenn Michaela Schenk über den Einstieg in ihr Unternehmen spricht, wirft sie beim Zuhörer zunächst Fragen auf. Sie selbst muss dann auch lächeln: Nicht nur, dass Kleiderbügel ihr wenig interessant erschienen, die ganze Firma war nicht gerade ein Aushängeschild für Produktivität und Marktführerschaft. MAWA war - gelinde gesagt – insolvent. Ein Unternehmen im Oberbayerischen, lediglich eine Erinnerung wert. Nun, buchhalterisch mag dem so gewesen sein, aber ideell und – soll niemand sagen, das schlösse sich aus – somit auch reell, war noch etwas da. Etwas, das zwischen Hoffnung und Zukunft lag, etwas, das zwischen Sportsgeist und Ausdauer, zwischen Findigkeit und Mut in den Bereich des Möglichen rückte: der Rückgewinn des Zutrauens zu einer echten Marke.

Das Wendejahr 2007
Rückblende: 2007 steht Michaela Schenk vor der Frage, wie und wo sie sich betätigen möchte. Irgendwann begegnet der Spezialistin für Marketing der Firmenname MAWA. MAWA? Hm!? Kleiderbügel? Viel anfangen kann Michaela Schenk im Moment mit dem Namen nicht, er ist ihr unbekannt und steht halt so im Raum - dieser Name. Weil sie nicht weiß, wer MAWA ist und was das Unternehmen so herstellt, fragt sie bei passender Gelegenheit einfach mal ihren Vater, ob ihm die Firma ein Begriff sei. Der ältere Herr bejaht vehement. Schon die Frage kommt ihm seltsam vor – wie kann man MAWA denn nicht kennen? In seiner Vehemenz mag etwas mitgeschwungen haben, dass nach Bewunderung klang, nach dem Wissen um einen einstmaligen Marktführer. Die alte Schnurre um eine große Marke, um ein Stück Heimat- und Sachkunde sogar, denn Michaela Schenk erfährt, dass MAWA im selben Landkreis beheimatet ist…..wie sie selbst: in Pfaffenhofen/Ilm. Also erwärmte sich Michaela Schenk für das Unternehmen, welches – wie sie einräumt – nicht ihre erste Liebe war. Aber dann! Es folgte eine Bestandsaufnahme: Was haben wir noch außer dem guten Namen? Da wären die vielen Maschinen, manche von ihnen speziell für den Markt im Hause selbst entworfen, da wären die Mitarbeiter und – aha – die vormaligen Kunden. Die alten Stärken sollten Ergänzung finden. Durch eine neue Unternehmenskultur. Eine Kultur der persönlichen Ansprache, der Kundennähe, Kundenorientiertheit und der Kontaktfreudigkeit. Das bloße Begriffsein und eine lange Marktführerschaft hatten behäbig gemacht. Das konnte nicht gut gehen und darum wurde MAWA das Opfer eines verstellten Selbstbildes. Ab 2007 war Schluss damit. Michaela Schenk ging strategisch vor. Kein Unternehmen ohne Kunden. Also: Wir brauchen Kunden! Kein Unternehmen ohne treue Kunden. Also: Ich will die Altkunden zurückgewinnen! Diejenigen nämlich, die den Niedergang MAWA s selbst bedauern. Wo halten sich diese Kunden nahezu versammelt einmal im Jahr auf? Genau, auf der Housware Show in Chicago! Was für ein Angebot an Kontakten. „Ich wusste, dort muss ich hin“, sagte sich Michaela Schenk. Und dort kam sie auch an. Damit begab sie sich in einen Drei-Tage-Marathon aus Begegnungen, Aufmerksamkeit und Überzeugungsarbeit.

Persönlicher Kontakt siegt
Michaela Schenk stellte sich vor; es ergaben sich neue Kontakte - neue alte aber auch wieder. Für ein persönliches Gespräch ist der neuen Chefin kein Weg zu weit. Für die Chance auf einen Neukunden jettet sie um die Welt, frischt ihre Sprachkenntnisse auf, leistet bei jedem einzelnen Kunden Überzeugungsarbeit und sammelt Bonusmeilen. MAWA kämpft. MAWA hat nun schon den einen oder anderen Kunden zurückerhalten. Und das trotz der rein rechnerisch günstigeren Chinesen. Weil das Vertrauen noch da ist, weil die Kunden sich noch daran erinnern, dass die Produkte ausgefeilt waren. 2007 wird diese Sicht durch eine hauseigene Erfindung noch untermauert. Die Anti-Rutsch-Beschichtung der Bügel bringt neuen Komfort. Und etwas Abstand zu den Chinesen. Die aber kopieren schnell und sind Bestandteil eines Marktes im Wandel. Überhaupt sind die Produkte aus China die große Konkurrenz und zweifelsohne können die Asiaten ihre Produkte billiger herstellen. Nein, nur über den Preis kann MAWA sich nicht behaupten. Es muss etwas anderes geben, etwas, das MAWA zum Spezialisten macht. Diese Einzigartigkeit wurde gefunden. Sie klingt banal und lautet auf Pünktlichkeit. Aber so einfach ist das nicht. Ein gutes Essen ist nicht das Ergebnis der Zutaten. Es unterliegt der Rezeptur. So ist das auch bei MAWA. Ein Beispiel zum besseren Verständnis: Nehmen wir an, ein Hotel eröffnet an einem bestimmten Tag. Was sollte es vorher mit den gelieferten Kleiderbügeln anfangen? Lagerkosten braucht niemand. Kommen die Bügel aber zu spät, dann ist der Gast entnervt. Entnervte Gäste braucht auch niemand. MAWA schafft die tagesgenaue Punktlandung. In jedem Fall. Im In- und Ausland und auf entfernte Kontinenten. Wie diese Pünktlichkeit und das logistische Vermögen zustande kommen, stellt die geheime Rezeptur des Unternehmens dar.

Kundenführerschaft
Die absolute Lieferverlässlichkeit ist ein Baustein für die Akzeptanz des oberbayerischen Unternehmens. Ein anderer ist die Innovationsfreudigkeit des Hauses. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung der Aktiv-Kohle gegen Geruchsentwicklung. Auf solchen Bügeln hängt Wäsche frischer ab. Mief ist passè, dank ausgereifter Produkte. Wie ausgereift das Sortiment ist, zeigt ein Blick ins Lager. Über 100 gängige Modelle an Bügeln bedienen dutzende verschiedene Anforderungen an die Bügel. Wirklich jedes Wäschestück hängt durch MAWA richtig und bietet dem Besitzer zusätzlichen Komfort. Wie ausgefeilt auch immer ein Bügel sein muss, bei MAWA stehen auch die entsprechenden Maschinen für die Herstellung. Ein weiteres Plus für den Wettbewerbsvorteil, wenn es – wie im oberbayerischen Pfaffenhofen darum geht, jährlich 200 Tonnen Blech und 50 Millionen Einzelteile für weltweit mehr Komfort zu verarbeiten. Oder darum, in anderer Leute Schränke ordentlich Platz einzusparen. Mit den besten Kleiderbügeln der Welt, aus unterschiedlichsten unbedenklichen Materialien. Hangers for clever People eben, wie der firmeneigene Slogan sagt.

(von Markus Häggberg)




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