Burger Werner Autohaus Dippold Kulmbach

Adresse

Burger Werner Autohaus Dippold Kulmbach
Kronacher Straße 2
95326 Kulmbach
Webseite Autohaus Dippold Kulmbach
Oberfranken, Deutschland

Anzahl der Mitarbeiter: bis 100 Mitarbeiter
Umsatzentwicklung: bis 50 Mio. Euro
Branche: Keine Angaben

Schwerpunkte (Tätigkeit), Spezialitäten (Produktionsverfahren, besondere Stärken), Auszeichnungen, Ehrungen, Preise, etc.

Schwerpunkte:
Autoservice

Motto, künftige Vorhaben und Pläne

Motto:
Der Kundenservice ist das Aushängeschild

Werte


Aktivitäten

Erfolgserlebnisse und Ergebnis
Werner Burger – Ein Retter aus der Not

Nanu, Sie kennen Werner Burger nicht? Wenn Sie ihn sehen würden, würden Sie sagen, ein Mann wie du und ich. Stimmt nicht, denn der Mann aus dem Kulmbacher Land ist mutiger und kreativer als die meisten Menschen es sich zutrauen würden. Um seinen eigenen Arbeitsplatz zu erhalten, wurde er sein eigener Chef. Gegen seine bisherige Lebensplanung und vor allem gegen den Widerstand ablehnender Banken. Jetzt leitet er mit der Autohaus Dippold GmbH ein florierendes Autoservice-Zentrum. Und 30 Arbeitsplätze hat er außerdem gerettet. "Das war es mir wert, mich vorübergehend zu verschulden", lautet sein Fazit.

Irgendwann 20..: Werner Burger sitzt noch über den Büchern. Er ist in einem Alter, in dem eine Neuausrichtung des Lebens zumeist nicht mehr gewünscht ist. Eigentlich hätte er es verdient, sich nach 30 arbeitsreichen Berufsjahren etwas zurückzulehnen, all die Dinge nachzuholen, zu denen er früher nicht kam.

Derzeit ist er zu seinem Leidwesen damit beschäftigt, das Autohaus, in dem er schon seit so vielen Jahren arbeitet, abzuwickeln. Es soll vom regionalen Markt verschwinden, denn diesen teilen sich zu viele Vertragshändler gleicher Marken. Darum wollen die Konzerne auf das Autohaus, in dem Werner Burger beschäftigt ist, verzichten. Nur ein Federstrich, ein kleiner Schritt für die Großkonzerne, aber ein großer für die verunsicherten Angestellten. Sie sind geschult und motiviert und lange dabei. Sie kennen ihre Kunden und verstehen ihr Handwerk.

Werner Burger, über den Büchern sitzend, beginnt zu begreifen, dass genau dieser Umstand das wirkliche Kapital darstellt. Immateriell zwar, und doch wertvoll, erhaltenswert. Was wäre also, wenn....nein, sicher nicht am ersten Tag dieser gewonnenen Erkenntnis ging Werner Burger dieser Frage tiefer nach. Und so langsam, nach und nach, verfestigte sich sein Verdacht und wurde zu einer Gewissheit.

Diese wird er einer Bank mitteilen. Und dann noch einer. Und noch einer. Gehör findet er nicht, zumindest nicht vor Ablauf von zwei Jahren. Banken scheuen das Risiko. Auch große mitunter. Eine kleine Genossenschaftsbank um die Ecke wird es sein, die den Realitätssinn aufbringt, Werner Burgers Einschätzung zu teilen. Aber wie fühlt sich ein Mensch, wenn er zwei Jahre lang nur Absagen erhält? Was macht das mit der eigenen Seele, wenn sich niemand bereit findet, einem schlüssige Konzept Kredit zu geben? "Da muss man Selbstvertrauen haben", rät Werner Burger.

Im Laufe der zwei Jahre hat er nicht nur einen gesunden Trotz gegen die Ablehnung seiner Idee entwickelt, sondern auch für sich die Banken überdacht. Und er kam auf ein interessantes Fazit: Eigentlich haben die von meiner Branche keine Ahnung! Das erschloss sich Burger, als dieser zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Bewertung der Risiken kam. Worauf er sich stützte, war, dass im Gegensatz zu den Kreditinstituten, von denen er keinen Kredit zu erwarten hatte, er 30 Jahre Erfahrung im Metier Auto mitbrachte. Und noch heute ärgert er sich darüber, wie viele Unterlagen er in den beiden Jahren habe ein- und nachreichen müssen, nur damit seine Ideen abschlägig beschieden werden. Hinzu kommt, dass sein Anliegen häufig schleppend bis lustlos bearbeitet haben. Sein Anliegen – das waren seine Träume.

Die kleine Bank um die Ecke findet den realen Weg zu Burgers Traum vom Erhalt eines alteingesessenen Autohauses. Sie wird qualifizierte Starthilfe leisten, frei von der Bedenkenträgerei, dass er womöglich aufgrund seiner Doppelbelastung als künftiger Chef und Bürgermeister des Örtchens Grafengehaig nur eingeschränkt engagiert sein würde. Vielleicht hat sie beim baldigen Neuunternehmer aber auch eine Charaktereigenschaft festgestellt, die bezeichnend ist: "Je mehr Widerstand ich erlebe, je mehr werde ich es mir beweisen", sagt sich der Mann mit Biss. "Es ist halt auch eine Charakterfrage" - Zitatende.

Nun beweist Werner Burger, dass er wertvoll für den heimischen Wirtschaftskreislauf ist. Den zu stärken, hat er sich vorgenommen. Und noch eine andere Einschätzung des Mannes hat sich bewahrheitet: "Im Auto steckt viel Emotion." Zur Kultur des Autos zählt auch der Kundendienst, zählt auch der Mechaniker, Mechatroniker, zählen die Service-Leute, mit denen einen im Laufe der Jahre auch etwas verbunden hat. Die Kulmbacher fühlen sich der Autohaus Dippold GmbH verbunden. Auch weil zum Konzept die ausgeklügelte Dienstleistung zählt. Werner Burgers Autohaus ist ungewöhnlich gut sortiert, darum verkauft es viele Ersatzteile. Weil die regionale Wirtschaft vom Nehmen und Geben lebt, gibt Burger der Region etwas zurück. Bislang war es in dem Kulmbacher Traditionsunternehmen üblich, dass zwei Lehrlinge pro Jahr ihre Chance auf eine Ausbildung erhielten. Diese Chance für die Jugend wird Werner Burger mindestens im gleichen Turnus beibehalten. Dafür steht er ein.

(von Markus Häggberg)

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